bAV-Prax Advertorial – Soziale Infrastruktur (II):

Wie wird Impact für das Gemeinwohl gemessen und gemanagt?

von Stefan Bauer, Frankfurt am Main, 21. November 2018

Investitionen in soziale Infrastruktur können überdurchschnittliche finanzielle Renditen liefern und dabei gleichzeitig einen positiven Beitrag für die Gesellschaft und die Umwelt leisten. Um diese doppelte Rendite zu erzielen, müssen Investoren jedoch in der Lage sein, die sozialen und ökologischen Ziele von Social Infrastruktur Objekten zu messen und zu verwalten. Stefan Bauer erläutert.

 

Stefan Bauer, Franklin Templeton.

Impact Investing ist ein relativ neues Gebiet, und es gibt eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Ansätze. Leider fehlt es bislang an einer Standardisierung bei der Messung und Verwaltung der sozialen und ökologischen Resultate, die sich aus den Investitionen ergeben. Zudem gehen die Erwartungen der Investoren teils stark auseinander.

 

Das Franklin Real Assets-Team schlägt eine dreistufige Methode für die Messung und Steuerung der Auswirkungen von Investitionen in soziale Infrastruktur vor: die Identifikation der Herausforderungen, die Definition unseres potenziellen Lösungsbeitrags und schließlich das Erreichen eines positiven Beitrags, den wir während der gesamten Lebensdauer jeder Anlageposition messen und steuern.

 

 

Die Herausforderung

 

Im ersten Schritt ist es wichtig, die Herausforderungen zu identifizieren, die wir bewältigen möchten, und diese nach den Zielen der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung auszurichten. Im Fall der sozialen Infrastruktur lassen sich diese Herausforderungen unserer Einschätzung nach in zwei Kategorien gruppieren: Gesellschaft und Umwelt.

 

Die Herausforderung im Bereich der Gesellschaft ist recht eindeutig: In Europa besteht ein Mangel an hochwertiger sozialer Infrastruktur. Die ökologische Herausforderung hat zahlreiche Dimensionen: globale Erwärmung, Wasserknappheit und der Erhalt der Artenvielfalt, um nur einige wenige zu nennen.

 

Nehmen wir einmal das Thema Klimaschutz. Laut einem im Januar 2016 veröffentlichten Bericht des Weltwirtschaftsforums verbrauchen Gebäude (auf Basis zahlreicher Kennzahlen) mehr Energie als die Industrie und das Transportwesen. Zudem sind sie Berechnungen zufolge für ca. 20 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen sowie für 30 Prozent des gesamten Abfalls in der EU verantwortlich. Im Bereich Klimaschutz besteht unsere Herausforderung also darin, die Auswirkungen sozialer Infrastrukturobjekte auf das Klima zu verringern.

 

 

Der Beitrag von Anlegern und Asset-Managern

 

Nachdem die Herausforderungen festgelegt sind, müssen Investoren definieren, wie sie etwas bewirken können. Hierfür stehen nach unserer Auffassung fünf Ansätze zur Verfügung:

 

Ausgerichteter langfristiger Kapitaleinsatz

Hier geht es darum, wie Investoren und Manager von Social-Infrastruktur-Objekten ihr Kapital langfristig ausrichten können, um als zuverlässige Bewahrer der von ihnen verwalteten Vermögenswerte zu fungieren. Bei manchen Vereinbarungen, wie Buy-and-Lease-back, können wir dringend benötigtes öffentliches Kapital freisetzen und Gemeinden Liquidität zur Verfügung stellen.

 

 

Funktionale Erweiterungen

Dieser Impact bezieht sich auf die Fähigkeit der Investoren, positive soziale Entwicklungen anzustoßen, indem sie Gemeinden besser dienen – durch Investitionen, die beispielsweise neuen erschwinglichen Wohnraum schaffen, bestehende Objekte renovieren oder den für das Gemeinschaftsleben verfügbaren Raum erweitern.

 

 

 

Ökologische Aufrüstung

Gebäudesanierungen können positive Auswirkungen auf die Umwelt haben, indem sie die Umweltverschmutzung reduzieren (z.B. durch die Installation von Solarwärme), Wasser sparen, die Energieeffizienz verbessern und eine verantwortungsbewusste Verwertung und Entsorgung von Abfällen fördern.

 

 

 

Zielgerichtete Objektentwicklung

Durch zielgerichtete Objektentwicklungen können sich ausgewählte Anlagechancen ergeben, wie z.B. die Umwandlung eines Lagers oder einer Fabrik in Gebäude mit sozialem Zweck.

 

 

 

 

 

Partnerschaften mit Stakeholdern

Die Einbindung von Stakeholdern bietet die fünfte wichtige Möglichkeit, wie Investoren und Verwalter Veränderungen herbeiführen können. Mieter- und Gemeindepartnerschaften können Anlegern beispielsweise helfen, den Bedarf an gemeinschaftlichen Arbeitsräumen oder Kinderbetreuungseinrichtungen zu ermitteln.

 

 

Indem sichergestellt wird, dass Anlagen mindestens eine der oben aufgeführten fünf Maßnahmen beinhalten, lässt sich nachverfolgen, welche positiven Einflüsse die getätigte Investition auf Gesellschaft und Natur haben.

 

 

Wirkung muss gemessen werden, damit sie verwaltet werden kann

 

Wir sind davon überzeugt, dass sich die Messung der Auswirkungen nicht allein auf die Betrachtung des Endergebnisses beschränken darf. Unsere Ziele müssen zu Kosten erreicht werden, die für Anleger annehmbar sind. Dies erfordert eine Integration von Impact-Management-Aspekten in den gesamten Prozess, vom Sourcing über die Due Diligence und den Portfolioaufbau bis hin zum Monitoring und Reporting.

 

Bei Franklin Templeton setzen wir hierfür Instrumente ein, die uns ein kontinuierliches Feedback zu unseren Impact-Zielen liefern und unsere Fortschritte so messen, dass die Strategie bei Bedarf korrigiert oder neu beurteilt werden kann. Wir glauben, dass dies der beste Ansatz ist, um Anlage- und Nachhaltigkeitskriterien in Einklang zu bringen.

 

Es liegt auf der Hand, dass nicht alle Möglichkeiten der Einflussnahme auch wirtschaftlich tragbar sind. Vor diesem Hintergrund haben wir ein internes System zur Impact-Bewertung erstellt, das den aktuellen und prognostizierten Stand der gesellschaftlichen und ökologischen Leistung jeder Anlage misst. Dieses proprietäre Bewertungssystem gründet auf Branchenkennzahlen wie den IRIS-Impact-Standards. Fortschritte lassen sich durch die Verfolgung von Leistungskennzahlen im Laufe der Zeit quantifizieren.

 

Soziale Infrastruktur ist von entscheidender Bedeutung für die Dynamik von Gemeinschaften. Da es sich hierbei um Investitionen in Sachanlagen handelt, ergeben sich auch direkte Auswirkungen auf die Gesundheit unseres Planeten. Durch die Investitionen von Impact-orientiertem Kapital im Bereich der sozialen Infrastruktur kann die gesellschaftliche und ökologische Leistung dieser Anlagen deutlich verbessert werden. Um das volle Potenzial für doppelte Renditen aus sozialer Infrastruktur zu erreichen, müssen die nicht-finanziellen Auswirkungen sowohl gemessen als auch gesteuert werden.

 

 

Der Autor ist Head of Institutional Sales Director der Franklin Templeton Investments in Frankfurt. Von ihm beziehungsweise der Franklin Templeton Investments erschienen zwischenzeitlich auf LEITERbAV:

 

 

Strategie ohne Schranken: Rentenportfolios mit „unconstrained“ Strategien optimieren

20. Juni 2016

 

Soziale Infrastruktur: Eine Anlageklasse, mehrere Gewinne

20. September 2018

 

Wie wird Impact für das Gemeinwohl gemessen und gemanagt?

20. November 2018

 

 

 

 

Advertorial mit freundlicher Unterstützung von:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt:

Stefan Bauer

Geschäftsführer

Franklin Templeton Investments

Niederlassung Deutschland

Mainzer Landstrasse 16

60325 Frankfurt am Main

 

Tel: +49/69/272 23-502

E-Mail: institutional@franklintempleton.de

 

 

 

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