Roundtable – DB. DC. De-Risking.

Was tun? Was geht? Was nicht?

von Pascal Bazzazi, Berlin; Frankfurt, 17. Oktober 2016

Der politische Niedrigzins ausdauernd, die Märkte stetig volatil, und die Asset Inflation frisst sich durch alle Anlageklassen: Die Lage für Pensionsinvestoren ist herausfordernd, und sie dürfte es weiter bleiben. Über Notwendigkeiten auf der Passivseite, Strategien auf der Aktivseite und die Aufgabe der Politik sprach Pascal Bazzazi in der Hitze dieses volatilen Frankfurter Sommers mit Thomas Huth, Olaf John, Christof Quiring, Walter Schmidt-Cording und Carsten Velten.

Cover dpn De-Risking 10-16

Meine Herren, guten Morgen. Wir wollen heute über den Trend zu De-Risking im betrieblichen Pensionswesen sprechen. Beginnen wir mit der großen Lage und kommen von dort später zum Speziellen. Ein Treiber für De-Risking ist sicher der politische Niedrigzins mit seiner Wirkung auf Bilanzen und Märkte. Die Kernfrage – schon lange gestellt und trotzdem stets aktuell – müssen auch wir hier stellen: Niedrigzins, wie lange noch?

 

Schmidt-Cording: Wir gehen davon aus, dass wir noch mehrere Jahre auf diesem Niveau verbleiben. Blicken wir nur nach Japan. Das Land ist seit 15 bis 20 Jahren in dieser Situation, und eine Exit-Strategie ist nicht absehbar. Zwar ist die Situation in Euroland anders gelagert, aber grundsätzlich sehe ich derzeit auch hier keine Anzeichen, dass wir die Niedrigzinsphase kurzfristig hinter uns lassen könnten. Hauptfrage ist natürlich: Wie wird die EZB weiter verfahren, das heißt, welche Maßnahmen kommen noch von ihr? Seit einigen Wochen erfolgt nun der Kauf von Corporates, und schon muss man beobachten, dass sich aufgrund der sinkenden Credit Spreads die Pensionsverpflichtungen der Unternehmen weiter vergrößern…

 

Ende September ist die zweite Print-Sonderausgabe bAV der dpn in Kooperation mit LEITERbAVerschienen, aus der dieser Beitrag stammt. Der gesamte Beitrag findet sich als pdf zum Download hier (ca. 16 MB):

 

dpn N 6 2016 RT



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