bAV-Prax Advertorial – zwischen Teuerung und Break-even-Inflation:

Vorsorgeeinrichtungen sollten auch Inflationsrisiken absichern

von Dr. Monika Ritter, Frankfurt, 23. November 2021

Die rasch gestiegene Inflation hat Auswirkungen auf die Anleihenportfolios von Pensionskassen und anderen Vorsorgeeinrichtungen. Inflationsgebundene Anleihen sind ein einfacher und renditesteigernder Inflationsschutz, erläutert Monika Ritter.

 

Monika Ritter, AXA IM.

Die Inflation ist in Deutschland in den letzten Monaten tüchtig geklettert, sie zeigte im Oktober 2021 einen um 4,5 Prozent höheren Wert an als im Vorjahresmonat. In den USA ist die Teuerung inzwischen auf über 6 Prozent gestiegen, in der Eurozone insgesamt beträgt sie zurzeit 3,4 Prozent, Tendenz zunehmend.

 

Grund für die Teuerung sind die vielen Beeinträchtigungen der Wirtschaft durch die Pandemie, Störungen in den Lieferketten, der grosse Nachholbedarf der Konsumenten sowie die weltweit massiven fiskalischen Stimulusprogramme.

 

Im laufenden Jahr soll die durchschnittliche Inflationsrate laut ZEW bei 3,0 Prozent liegen, für 2022 werden 2,1 Prozent erwartet. Für die Beurteilung der Geldpolitik der EZB wichtiger ist jedoch die Inflationsrate für die Eurozone, sie liegt neu bei 2,3 Prozent für 2021 und bei 1,9 Prozent für 2022.

 

Abb. 1:

Quelle: AXA IM, Bloomberg as of 11/11/2021. Grafik zurVolldarstellung anklicken.

 

Anleihenmärkte sind zu optimistisch

 

Diese Werte sind hoch genug, dass die Zentralbanken nächstes Jahr mit einer Normalisierung ihrer Geldpolitik beginnen dürften. Zurzeit sprechen mehrere Notenbanken jedoch von einer transitorischen Inflation, die zurückgehe, sobald sich die Probleme in den Lieferketten abschwächten und die Nachfrage nachlasse.

 

 

Die Anleihemärkte zeigen sich bisher erstaunlich resistent gegenüber der rasch steigenden Inflation. Doch dieser Optimismus ist nicht angebracht…“

 

 

Allerdings dürfte die realisierte Inflation auf einem erhöhten Niveau verharren und längerfristig weiter ansteigen, unterstützt von steigenden Energie- und anderen Rohstoffpreisen.

 

Die Anleihemärkte zeigen sich bisher erstaunlich resistent gegenüber der rasch steigenden Inflation. Doch dieser Optimismus ist nicht angebracht, und institutionelle Investoren sollten eine Absicherung in Betracht ziehen.

 

Pensionskassen und andere Vorsorgeeinrichtungen, die einen Großteil ihrer Mittel in Anleihen investiert haben (bei deutschen Betriebspensionskassen sind es mehr als 68%) sollten ihre Anlagen nicht nur vor Zinsänderungen – die grösste Gefahr für Anleihenportfolios – sondern auch vor Inflationsrisiken schützen. Bei herkömmlichen Anleihen sind Rückzahlungsbetrag und Coupon fix, aber real betrachtet verlieren sie über die Zeit an Wert, wenn die Inflation steigt.

 

Linker bieten einen natürlichen Schutz

 

Eine relativ einfache Möglichkeit, ein Anleihenportfolio gegen inflationsinduzierte Wertverluste zu schützen, ist der Aufbau einer Position in inflationsgebundenen Anleihen, sog. Linker.

 

Vorsorgeeinrichtungen können einen Teil ihrer nominellen deutschen oder europäischen Staatsanleihen in Linker umschichten und somit einen natürlichen Hedge gegen Inflation erzielen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Anleihen steigt der Rückzahlungswert eines Linkers mit der Teuerung. Der Renditeunterschied zwischen einer „normalen“ und einer inflationsgebundenen Anleihe entspricht der Differenz zwischen Nominal- und Realzins – oder der vom Markt erwarteten Inflation über die gesamte Laufzeit der Anleihe. Diese Inflation wird als Break-even-Inflation bezeichnet. Wenn die effektiv realisierte Inflation höher ist, als die vom Markt erwartete, sind Linker interessant.

 

Die eingepreiste Inflationserwartung (Break-even-Inflation) von zehnjährigen deutschen inflationsgeschützten Anleihen, ist von 0,9% zu Beginn des Jahres auf aktuell 1,8% angestiegen. Das hat direkte Auswirkungen auf die Anleihen-Performance:

 

 

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die realisierte Inflation die vom Markt eingepreiste Inflation auch in den kommenden Monaten übersteigen wird.“

 

 

Die zehnjährigen deutschen Linker haben seit Jahresbeginn ein Ergebnis von plus 7,5% erzielt, verglichen mit minus 2,6% von nominellen deutschen Staatsanleihen (Stand 12. November 2021). Diese massiven Performanceunterschiede sollten institutionelle Investoren bei ihren Anlageentscheidungen nicht unberücksichtigt lassen.

 

Unterschätzte Inflationsrisiken


Die Inflationsabsicherung ist auch im Zusammenhang mit dem Liability-Driven-Investing (LDI) von Vorsorgeeinrichtungen mit leistungsorientierten Pensionsplänen relevant. Viele Pensionseinrichtungen von Unternehmen sind hohe zukünftige Verpflichtungen eingegangen, und sie müssen in der Lage sein, all diese aktuellen und künftigen „Liabilities“ zu decken. Je nach Ausführung können diese Pensionsansprüche direkt an die Entwicklung der Inflation gebunden sein.


Zurzeit wird die Break-even-Inflation zu ihrem fairen Wert gehandelt; sie liegt in der Nähe des Inflationsniveaus des nächsten Jahres. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch hoch, dass die realisierte Inflation die vom Markt eingepreiste Inflation auch in den kommenden Monaten übersteigen wird. Linker bieten nicht nur einen Inflationsschutz, sondern sie haben auch das Potenzial, im Vergleich zu traditionellen Anleihen weiterhin eine höhere Rendite zu liefern. Da in der Vergangenheit eine höhere Inflation meist mit höheren Zinssätzen verbunden war, empfehlen sich zurzeit Anleihen mit einer kürzeren Laufzeit. Ihre geringere Duration macht sie weniger empfindlich gegenüber Zinsänderungen.


AXA Investment Managers bietet eine breite Palette an entsprechenden Fonds an, wie zum Beispiel den
AXA WF Global Inflation Short Duration Bonds Fund. Sein Anlageziel ist, über einen mittelfristigen Zeitraum Wertsteigerungen zu erzielen, indem der Fonds hauptsächlich in kurzfristige inflationsgebundene Anleihen investiert, die in OECD-Ländern begeben werden.

 

 

Die Autorin ist Director Institutional Sales, Client Group Core, AXA Investment Managers.


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Dr. Monika RITTER

DIRECTOR INSTITUTIONAL SALES, CLIENT GROUP CORE

AXA Investment Managers Deutschland GmbH


Thurn-und-Taxis-Platz 6

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Mobile +49 172 258 34 29

Web axa-im.de

 

Von ihr und anderen Autorinnen und Autoren der AXA Investment Managers sind zwischenzeitlich bereits auf LEITERbAV erschienen:

 

Zwischen Teuerung und Break-even-Inflation:

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