Am 7. März in Berlin:

„Sozialpartnermodelle jetzt!“

von Pascal Bazzazi, Weimar, 5. Dezember 2018

Ein Wettrennen um das erste Sozialpartnermodell liefern sich die Tarifpartner der verschiedenen Branchen derzeit nicht gerade, eher im Gegenteil. Offenbar bedarf es neuer Impulse. Im März soll in Berlin Tacheles geredet werden – und das auf höchster Ebene.

 

Bis dato sind die Sozialpartner mehrheitlich noch sehr zurückhaltend in Sachen Sozialpartnermodell. Das ist verständlich, gibt es doch der branchenspezifischen Gründe hierfür nicht wenige. Knapp ein Jahr nach Inkrafttreten des BRSG ist noch kein einziger entsprechender Tarifabschluss bekannt geworden.

 

Ungeachtet der nicht einfachen Herausforderung soll und muss sich das ändern. Weitgehend unstrittig dürfte sein, dass die auf drei Säulen ruhende deutsche Altersvorsorge und hier konkret die zweite Säule der bAV branchenweite, kosteneffiziente und für die Unternehmen und ihre Beschäftigten einfach zu nutzende Versorgungswerke dringend benötigt.

 

Die Lage bedeutet Redebedarf, und der wird am 7. März 2019 in Berlin auf Senior-Level bedient werden:

 

Hubertus Heil, BMAS.

Der Eberbacher Kreis – eine vor rund zwei Jahren gegründeter Zusammenschluss von Angehörigen wirtschaftsberatender nationaler und internationaler Anwaltssozietäten, die sich schwerpunktmäßig sowohl beratend als auch forensisch mit der bAV beschäftigen – hat eingeladen und unter dem Motto „Sozialpartnermodelle jetzt“ eine hochkarätige Runde an den Tisch gebracht.

 

Vortragen werden Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und BaFin-Chef Felix Hufeld.

 

Felix Hufeld, BaFin. Foto: Bernd Roselieb.

Daneben fehlen Impulse aus dem in Fragen der tariflichen bAV einschlägig weiterentwickelten Ausland nicht: Ebenfalls auf der Rednerliste stehen Geraldine Leegwater, Chairman Investment Committee des niederländischen Pensioenfonds ABP mit allein 420 Mrd. Euro AuM sowie Gertrud Stoller-Laternser, die als Geschäftsführerin der Pensionskasse der Technischen Verbände PTV, Vizepräsidentin der BVG- und Stiftungsaufsicht des Kantons Zürich, Vorstand des Schweizerischen Pensionskassenverbandes ASIP und Mitglied der Eidgenössischen BVG-Kommission zeichnet.

 

Mit Prof. em. Richard Stehle, Ph.D., Humboldt Universität Berlin wird auch akademisches Verständnis der Materie vertreten sein.

 

Marcel Fratzscher DIW Foto DIW Berlin B. Dietl

Nach den Vorträgen findet eine ausgedehnte, von aba- und Metallrentenchef Heribert Karch moderierte Podiumsdiskussion zum Thema statt. Teilnehmer werden neben mehreren ranghohen Vertretern der Sozialpartner u.a. DIW-Präsident Prof. Marcel Fratzscher und Stephan Fasshauer, Direktor Deutsche Rentenversicherung Bund, sein.

 

Der Eberbacher Kreis, dessen Sprecher Marco Arteaga von DLA Piper ist, hat in seiner Einladung klar gemacht, um was es geht:

 

Der Aufbau einer zusätzlichen Altersversorgung ist für die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung kein Luxus, sondern eine dringende Notwendigkeit. Das neue Gesetz hat den Tarifparteien große Gestaltungsprivilegien verschafft. Werden diese nicht genutzt, werden vermutlich andere Regelungen getroffen werden müssen, um die drohenden Versorgungslücken zu schließen. Noch ist es nicht so weit, aber jetzt sind die Tarifparteien gefordert.“

 

Weitere Einzelheiten zu der Veranstaltung erteilt der Eberbacher Kreis:

janna.altheim@eberbacher-kreis.de

 







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