bAV-Prax Advertorial – Nordische Anleihenmärkte:

Mehr Chancen als Risiken

von Svein Aage Aanes, Oslo, 25. August 2022

Die Kombination aus steigender Inflation und Zinserhöhungen der Zentralbanken beunruhigt institutionelle Investoren. Svein Aage Aanes, Head of Fixed Income bei DNB Asset Management, sieht trotz schwieriger Rahmenbedingungen attraktive Opportunitäten bei nordischen Anleihen bei angemessenem Risiko. Entscheidend ist die Mischung verschiedener Sektoren und Durationen.

 

 

Svein Aage Aanes, DNB.

Die Welt kommt nicht zur Ruhe – Corona und vor allem der Krieg in der Ukraine halten sie in Atem.

 

Doch Skandinavien scheint mit den Problemen besser zurecht gekommen zu sein. Inzwischen sind die Corona-Inzidenzen mit 57 für Schweden und 20 für Norwegen (Stand 11. August) auf einem deutlich geringeren Niveau als in anderen Ländern Europas. Daher leiden die nordischen Volkswirtschaften einschließlich jener Schwedens und Norwegens weniger unter Covid als andere OECD-Länder. Auch in Norwegen ging das BIP im Jahr 2020 um 0,7% zurück, stieg jedoch bis Ende 2021 um 3,9% an gegenüber Ende 2019. In Schweden sah es mit einem Minus von 3% im Jahr 2020 und einem Plus von 1,7% (verglichen mit 2019) ähnlich aus. Die Inflationszahlen liegen in beiden Ländern zwar über dem Ziel ihrer Zentralbanken, jedoch deutlich unter dem Niveau der meisten anderen europäischen Länder. Interessant ist, dass auch der Krieg in der Ukraine bisher vor allem die Inflationsraten nach oben getrieben, die Wachstumszahlen jedoch nur begrenzt beeinträchtigt hat.

 

Abb. 1.:

Quelle: DNB. Grafik zur Volldarstellung anklicken.

 

 

Abkühlung im Norden?

 

Doch in naher Zukunft kann sich das ändern. Die beiden Volkswirtschaften werden 2022 voraussichtlich nicht, wie zuvor prognostiziert, um 4 oder 4,5% wachsen, sondern nur um 3 bis 3,5%. Im Jahr 2023 werden es wohl nur noch 1,5% sein. Auf die steigende Inflation haben die Zentralbanken erwartungsgemäß mit Leitzinserhöhungen reagiert. Die schwedische Zentralbank hob den Leitzins im Juni auf 0,75% an. In Norwegen hat der Leitzins bereits 1,25% erreicht, weitere Zinsschritte werden folgen.

 

Diese Politik werden beide Zentralbanken fortsetzen, voraussichtlich bis zu einem Niveau von 3%. Mehr ist nicht nötig, denn der wichtigste private Kreditbereich, die Immobilienfinanzierung, kann dank in der Region üblicher variabler Hypothekenzinsen auch ohne Leitzinserhöhung an ein steigendes Zinsniveau angepasst werden. Allerdings könnten steigende Hypothekenzinsen den Immobilienmarkt dämpfen. In anderen Sektoren haben Anleihen mit langen Zinslaufzeiten bereits herbe Verluste erlitten.

 

Die Geldpolitik der Zentralbanken verfolgt zwei Ziele: Dämpfung der Inflation bei gleichzeitigem Vermeiden einer Rezession. Ein schwieriger Balanceakt. Inflationsbekämpfung steht dabei an erster Stelle.

 

Attraktive Spreads bei Corporates …

 

Dank steigender Zinsen sind norwegische und schwedische Anleihen für Investoren eine attraktive Option – auch wenn der Refinanzierungsbedarf beider Staatshaushalte gering ist und es somit für beide kein Problem sein dürfte, Staatsanleihen in gewünschtem Umfang am Markt zu platzieren. Bei Unternehmensanleihen werden Investoren durchaus höhere Neuemissionsprämien verlangen.

 

Investoren, die über ausreichend Cash verfügen, können jetzt diese überdurchschnittlichen Anleihe-Chancen nutzen.

 

 

 

 

Gefährlich werden die geopolitischen Probleme mit der Kombination von steigenden Preisen und Zinsen für jene Unternehmen, die Nicht-Basis-Konsumgüter produzieren.“

 

 

 

Dies gilt auch für Anleihen im Investment Grade-Bereich. Sogar in relativ risikoarmen Sektoren kann man eine Ausweitung der Spreads beobachten. Dazu zählen zum Beispiel Unternehmen aus risikoarmen Sektoren wie Energieversorger, die Strom aus Wasserkraft produzieren, und Produzenten von Basiskonsumgütern. Riskanter sind Immobilienunternehmen. Ihre Anleihen sind daher besser verzinst. Teilweise sind die Spreads ihrer Anleihen stark gestiegen, sodass sie trotz des höheren Risikos wieder interessant sind.

 

Abb. 2.:

 

Quelle: DNB. Grafik zur Volldarstellung anklicken.

 

und bei High Yield

 

Im Bereich High Yield sind nordische Anleihen EU- und US-High Yields seit Jahresbeginn klar überlegen. Im nordischen High Yield-Markt ist angesichts der Auswirkungen des Krieges und der wahrscheinlich anhaltenden Auswirkungen auf die Energiemärkte, vor allem im Energiesektor und Schifffahrtsektor, noch Value zu sehen.

 

Gefährlich werden die geopolitischen Probleme mit der Kombination von steigenden Preisen und Zinsen für jene Unternehmen, die Nicht-Basis-Konsumgüter produzieren. Ihre Aussichten dürften sich in den kommenden Monaten verschlechtern, wenn das private Budget der Verbraucher durch steigende Kosten für Energie, Mobilität und den Alltagsbedarf belastet wird.

 

Nachfolgende Darstellung zeigt das nordische HY-Portfolio der DNB AM mit einer kurzen Zinsduration (ca. 1,2), was einen signifikanten Performanceunterschied zu anderen HY-Märkten bieten kann, in Verbindung mit einer breiten Sektordiversifizierung und stabilem Management.

 

Abb. 3.:

 

Quelle: DNB. Grafik zur Volldarstellung anklicken.

 

Fazit: Der Blick in den hohen Norden lohnt immer. Für Fixed Income-Investoren besonders.


Der Autor ist ist Head of Fixed Income der DNB Asset Management S.A.


Von ihm und anderen Autoren der
DNB sind zwischenzeitlich auf LEITERbAV erschienen:

 

Nordische Anleihenmärkte:

Mehr Chancen als Risiken

von Svein Aage Aanes, 25. August 2022

 

Die Kennziffer PAE:

Der unterschätzte Wert eingesparter Emissionen

Von Christian Rom und Stian Ueland, 23. Februar 2022

 

Nordic High Yield:

2021 – ein starkes Jahr für Anleihen

20. Dezember 2021

 

Fixed Income:

Hoher Norden – hohe Spreads!

von Dr. Malte Kirchner und Matthias Beitzel, in der Tactical Advantage Vol 8. im Dezember 2021

 

ESG-Integration im Anlageprozess der bAV:

Substanzielle Lösungswege nutzen

von Dr. Malte Kirchner und Matthias Beitzel, in der Tactical Advantage Vol 6. im April 2021

 

Nachhaltige Nordics

von Dr. Malte Kirchner und Matthias Beitzel, 19. Oktober 2020

 

Unentdecktes Terrain:

Private Debt in Skandinavien

von Dr. Malte Kirchner und Matthias Beitzel, 19. Mai 2020

 

 

Advertorial mit freundlicher Unterstützung von:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt:

Dr. Malte Kirchner | Senior Institutional Sales

DNB Asset Management S.A.

13, rue Goethe | 1637 Luxembourg | Luxembourg

Dir: +352 45 49 45 507

Mobile: +352 621 394 099

Email: malte.kirchner@dnb.no

Internet: www.dnbam.com

 

 

Matthias Beitzel | Institutional Sales

DNB Asset Management S.A.

13, rue Goethe | 1637 Luxembourg | Luxembourg

Dir: +352 45 49 45 505

Email: matthias.beitzel@dnb.no

Internet: www.dnbam.com

 

 

 

 

 

 

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