Die Kommission will's wissen:

„High Level Group of expertes on pensions“

von Pascal Bazzazi, Frankfurt am Main, 16. Oktober 2018

Eine neue Sachverständigengruppe der Europäischen Kommission zur Altersversorgung hat Anfang September ihre Arbeit aufgenommen. Das neu gegründete zwölfköpfige Gremium soll innerhalb von 18 Monaten einen unabhängigen Schlussbericht zur privaten und betrieblichen Altersversorgung in der EU anfertigen. Auch alte Bekannte sind an Bord.

 

Die Aufgabe der Gruppe ist es, die EU-Kommission bei Fragen zur Verbesserung der Altersversorgung, der Sicherheit durch aufsichtsrechtliche Regeln, des Gleichgewichts zwischen den Generationen sowie zur Angemessenheit und der Nachhaltigkeit der zusätzlichen Altersversorgung politisch zu beraten.“

 

So beschreibt die EU-Kommission auf ihrer Homepage Sinn und Zweck der„High Level Group of expertes on pensions“. Der Fokus liege dabei auf den Herausforderungen, die sich auf die Angemessenheit der Alterseinkommen und die Entwicklung des Marktes für diese Versicherungen innerhalb der EU auswirkten. Nach Angaben von PensionsEurope, dem europäischen Dachverband für die 23 Verbände von Pensionseinrichtungen in 18 EU-Staaten, soll die Expertengruppe auch einen Beitrag zur öffentlichen Debatte rund um die Altersversorgung leisten. Sie soll zudem den Wissensaustausch über Schritte zur Verbreitung der zweiten und dritten Säule der Altersversorgung fördern.

 

 

Wissenschaft, Verbände, Aufsicht

 

Matti Leepälä, PensionsEurope.

Von den zwölf Plätzen in der der neuen EU-Expertengruppe gingen lediglich drei an die Vertreter von Altersvorsorgeeinrichtungen, Begünstige und deren Verbände. Der Geschäftsführer der PensionsEurope, Matti Leepälä, ist einer dieser drei Mitglieder. Neben dem Finnen gehören Nicloas Jeanmart vom europäischen Versicherungsverband Insurance Europe und Anne-Sophie Parent von Age Platform Europe (einem Zusammenschluss von Sozialverbänden) dem Gremium an.

 

Als Vertreter der akademischen Expertenzunft wurden die Portugiesin Nazaré da Costa Cabral, der Slowene Boris Majcen, die Spanierin Concepció Patxcot und der Belgier Yves Stevens berufen.

 

Weitere Plätze entfallen auf die Vertreter des europäischen Dachverbands UEAPME für Handwerksbetriebe und KMU, des europäische Arbeitgeberverbandes BusinessEurope, des europäischen Verbands der öffentlichen Arbeitgeber und Unternehmen CEEP sowie des Europäischen Gewerkschaftsbundes ETUC.

 

Gabriel Bernardino, Chairman EIOPA.

Wenig überraschend und Grund genug, die Resultate der Arbeit des Gremiums im Auge zu behalten: Auch für einen Vertreter der Europäischen Aufsichtsbehörden für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung EIOPA ist ein Platz vorbehalten.

 

Der Beschluss der Kommission vom Dezember 2017 zur Einrichtung der Expertengruppe findet sich hier.

 

 







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