bAV-Prax Advertorial – überlegene Entnahmepläne:

An die 2. Halbzeit denken!

von Christof Quiring, Kronberg im Taunus, 9. Juni 2015

Kein ernsthafter Fußballtrainer würde in ein Spiel gehen, ohne sich Gedanken über beide Halbzeiten des Matches zu machen. In der bAV dagegen kann man den Eindruck gewinnen, dass sich die meisten Stakeholder derzeit mit der Kapitalaufbauphase beschäftigen. Die nicht geringen Optimierungspotentiale der Auszahlungsphase werden demgegenüber etwas vernachlässigt. Zu Unrecht, bemerkt Christof Quiring, und erläutert die Vielfalt der dort möglichen Strategien.

 

Christof Quiring Fidelity

Christof Quiring,
Fidelity International.

Sei es der BMAS-Vorschlag zu tariflich getragenen bAV-Einrichtungen oder das aba-Zulagenmodell, sei es ein Opting-out oder ein erweiterter Paragraf 3 Nummer 63 EStG: Viel ist derzeit die Rede davon, wie die bAV in Deutschland insgesamt verbessert und ihre Verbreitung gefördert werden kann. Das ist eine gute und wichtige Diskussion. Ihr Fokus liegt dabei weitestgehend auf der Kapitalaufbauphase.

 

Die Auszahlungsphase findet dabei derzeit deutlich weniger Aufmerksamkeit. Das ist ein Versäumnis, bieten sich doch gerade hier Gestaltungsspielräume, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen zum Vorteil gereichen können und damit geeignet sind, die bAV attraktiver zu machen, aber noch nicht in dem Ausmaß genutzt werden, in dem es sinnvoll erscheint.

 

Hinzu tritt, dass die Bedeutung der Auszahlungsphase mit der steigenden Lebenserwartung der Menschen absolut wie relativ stetig zunimmt: Laut Statistik der Deutschen Rentenversicherung hat sich die durchschnittliche Rentenbezugsdauer in Deutschland seit 1970 von gerade einmal 11 Jahren auf heute rund 20 Jahre nahezu verdoppelt. Um im Bild zu bleiben: Das Spiel des Lebens geht immer öfter in die Verlängerung.

 

Drittens schließlich sei darauf hingewiesen, dass die gesetzliche Rente den Berechtigten keine kapitalisierende Option bietet, die Auszahlung an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Umso mehr sollten die verbleibenden Spielräume – also die der bAV – genutzt werden.

 

Summa summarum Grund genug, sich die Auszahlungsphase und die Optionen, die sich hier bieten, genauer anzusehen. Standard sind heute vor allem Leibrenten. Diese sind jedoch durch die steigende Lebenserwartung – vor allem in Zusammenwirken mit dem anhaltenden Niedrigzins – sehr, sehr teuer geworden. Damit stellen sie für Arbeitnehmer und/oder Arbeitgeber nicht unerhebliche Risiken dar, je nachdem, ob in der Zusage der DB- oder der DC-Charakter überwiegt.

 

Die Stärke der bAV: kollektiv im Aufbau – individuell in der Auszahlung

 

Die Lebenswege und -perspektiven der Betriebsrentner in Deutschland sind alles andere als homogen. Manche haben große oder kleine Familien zu versorgen, manche nicht. Die einen wollen ihr Haus abbezahlen, die anderen müssen regelmäßige Mieten leisten können, wieder andere die lang aufgeschobene Weltreise nachholen. Mancher ist optimistisch bezüglich der eigenen Lebenserwartung, mancher nicht. Hinzu treten unterschiedliche Versorgungen in der ersten Säule sowie unterschiedliche Vermögensverhältnisse. Fest steht jedenfalls, dass die reine Leibrente lange nicht für jeden die optimale Lösung darstellt. So individuell wie das Leben, so individuell sollten daher die Auszahlungsphasen gestaltet werden (können). Das gilt umso mehr, als eine der größten Stärken der bAV – ihr kollektiver Charakter – keinerlei Schaden nimmt, wenn man die Auszahlungsphase an den individuellen Bedürfnissen des jeweiligen Berechtigten ausrichtet.

 

Wende im Vereinigten Königreich

 

In Sachen bAV lohnt immer auch ein Blick nach Großbritannien, besonders derzeit. Dort hat die Regierung Cameron den Bürgern jüngst ein gerüttelt Maß an mehr Verantwortung für das eigene Leben zugebilligt, man könnte auch von Freiheit sprechen. Denn seit dem 1. April 2015 gilt das, was man dort „Pension Freedom“ nennt: Die Briten können nun bereits im zarten Alter von 55 Jahren auf ihr Pensionsvermögen zugreifen. Zum Renteneintritt dürfen sie sich 25 Prozent ihres Altersvermögens steuerfrei auszahlen lassen. Höhere Anteile sind möglich, dann jedoch nicht mehr steuerfrei. Außerdem kann man auf das Altersvermögen nun nicht mehr nur mittels Leibrente, sondern auch in anderer Form zugreifen.

 

Diese Kehrtwende, von manchen Kommentatoren in Großbritannien als „Revolution“ bezeichnet, ist umso bemerkenswerter, als die gesetzliche Rente auf der Insel eine vergleichsweise geringe Rolle spielt, die Absicherung der Langlebigkeit durch die erste Säule also nicht so ausgeprägt ist wie in Deutschland. Doch Sorgen, die Bürger könnten mit der neuen Verantwortung nicht umgehen, treiben die britische Regierung nicht um. Der seinerzeitige Pensionsminister Steve Webb ließ sich von der BBC mit der Aussage zitieren, dass die Regierung „relaxed“ sei angesichts der Vorstellung, die Pensionäre könnten nun ihre Pensionsvermögen für Lamborghinis ausgeben.

 

Es gibt noch was dazwischen

 

Das Gegenstück zur Leibrente ist die einmalige Kapitalabfindung. Je nach Lebensplan und Vermögenslage kann sie für den einen so passend sein wie für den anderen die Leibrente. Angesichts der starken ersten Säule in Deutschland dürfte die Kapitalabfindung für nicht wenige Arbeitnehmer in der Tat die erste Wahl sein – wobei sich der Neurentner dann aber auch mit neuen Fragen konfrontiert sieht, und zwar solchen, die ihm regelmäßig fremd sei dürften und normalerweise eher auf dem institutionellen Pensions-Parkett diskutiert werden: Verkonsumiert er die Abfindung, stellt sich ihm möglicherweise die Frage der Langlebigkeit. Tut er dies nicht, stellt sich die der Wiederanlage.

 

Zwischen teuren Leibrenten einerseits und neuen Fragen und Kosten aufwerfenden Kapitalabfindungen andererseits – beides mäßig flexible Optionen – stehen die Entnahmepläne, die sich individuell zuschneiden lassen und damit mehr sind als nur ein Kompromiss. Hier zwei beispielhafte Szenarien eines Zugriffs auf das Altersvermögen zu verhältnismäßig frühen Zeitpunkten:

 

Erstes Szenario: Anleger 60 Jahre, Altersvermögen 100.000 Euro. Der Anleger will das Kapital komplett in monatlichen Raten von 500 Euro für die nächsten 20 Jahre einsetzen und akzeptiert moderate Kursschwankungen. Zusätzlich möchte er Teile des Investments (in Höhe von etwa 5.000 Euro) flexibel entnehmen können.

 

Die Spanne der möglichen Entwicklungen bei diesen Vorgaben ist breit. Unsere Berechnungen (am Beispiel einer Anlage in den Fidelity Fonds Zins & Dividende) zeigen, dass das Kapital einerseits bei sehr ungünstigem Marktumfeld wie vom Anleger erwartet nach 20 Jahren fast komplett aufgezehrt wird, andererseits aber bei durchschnittlicher Marktentwicklung sogar auf knapp über 100.000 Euro anwachsen kann.1)

 

Zweites Szenario: Anleger 55 Jahre, Altersvermögen 150.000 Euro. Der Anleger ist risikoscheu. Er will von dem angesparten Kapital für die folgenden 15Jahre ein zusätzliches Einkommen von 500 Euro pro Monat ausbezahlt bekommen. Anschließend sollte so viel wie möglich vom Kapital übrig sein, mindestens aber 60.000 Euro – beispielsweise zur dann beginnenden Verrentung.

 

Ergebnis der Berechnungen hier: Bei durchschnittlicher Marktentwicklung kann das Kapital am Ende auf rund 230.000 Euro ausgebaut werden, im sehr ungünstigen Fall sind es dagegen immerhin noch mehr als 100.000 Euro, die für eine dann beginnende Verrentung zur Verfügung stehen.

 

Die Strategie der 2. Halbzeit: Entnehmen. Investiert bleiben. Abgesichert sein.

 

Fazit: Politik, Verbände, Arbeitgeber und Anbieter sind gut beraten, die Auszahlungsphase nicht zu vernachlässigen, wenn sie über die Frage der Attraktivität der bAV diskutieren. So sollte die auf dem kollektiven Charakter der bAV beruhende Stärke in der Auszahlungsphase stets an die individuellen Lebensumstände des Einzelnen angepasst werden können. Die Flexibilität von Entnahmeplänen ermöglicht dies punktgenauer als die teuren Leibrenten respektive die einfachen Kapitalabfindungen, und das gegebenenfalls ohne auf eine Absicherung gegen die (Rest-)Langlebigkeit verzichten zu müssen. Mit einem professionellen Investment partizipiert der Betriebsrentner dabei weiter an den Chancen der Kapitalmärkte, ohne die Frage der Wiederanlage beantworten zu müssen. Dafür eignen sich vor allem breit aufgestellte Fonds, die in verschiedene Anlageklassen investieren und das Risiko von starken Marktschwankungen begrenzen. Ideal sind dabei auf regelmäßige Erträge ausgerichtete Fonds wie der Fidelity Fonds Zins & Dividende.

 

Der Autor ist Leiter Investment- und Pensionslösungen der Fidelity International.

Von ihm beziehungsweise Fidelity International sind zwischenzeitlich bereits auf LEITERbAV erschienen:

 

 

„… und neuer Schwung für die drei Akteure“, 25. Juli 2017

 

Von Strahlkraft, Verantwortung Mitleid und mehr…“, 21. Oktober 2019

 

Der Weg zum Ruhestand, 4. November 2019

 

Von 0 auf 150? Sechs Regionen auf dem Prüfstand, 28. Juli 2020

 

 

Kontakt:

Holger Schwarze

Head of Workplace Investing Marketing

Fidelity International

Kastanienhöhe 1

61476 Kronberg im Taunus, Deutschland

 

Tel.: +49 6173 509 3250

Mobil: + 49 151 54428539

Email: holger.schwarze@fil.com

www.fidelity.de

 

 

Advertorial mit freundlicher Unterstützung von:

 

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Weitere Informationen unter: www.fidelity.de/bAV

Fußnote:

1) Die durchschnittliche Marktentwicklung in beiden Szenarien bezieht sich jeweils auf den Median, also das 50. Perzentil. Die sehr ungünstigen Szenarien gehen jeweils vom 3. Perzentil aus.

 

 

 

 

 

 

Risikohinweis:

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Eine Anlageentscheidung sollte in jedem Fall auf Grundlage der wesentlichen Anlegerinformationen, des letzten Geschäftsberichtes und – sofern nachfolgend veröffentlicht – des jüngsten Halbjahresberichtes getroffen werden. Diese Unterlagen sind die allein verbindliche Grundlage des Kaufes. Sie erhalten diese Unterlagen kostenlos bei FIL Investment Services GmbH, Postfach 200237, 60606 Frankfurt/Main oder über www.fidelity.de

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