bAV-Prax Advertorial – Studie der AXA IM:

Wie Solvency II das Asset Management der Versicherer verändert

von Jörg Schomburg, Frankfurt am Main, 9. Dezember 2015

 

Das neue Regelwerk wirft seine Schatten längst voraus: nicht zuletzt auf die Kapitalanlage der Assekuranz, mittelbar auch auf die der Pensionseinrichtungen. Das bedeutet in erster Linie mehr Komplexität, eröffnet für bestimmte Asset-Klassen aber auch neue Chancen – Stichwort Illiquiditätsprämie. Über dies und mehr berichtet Jörg Schomburg.

 

 

Jörg Schomburg. AXA IM.

Jörg Schomburg.
AXA IM.

Der Countdown läuft: In wenigen Wochen, zum Beginn des Jahres 2016, tritt Solvency II in Kraft. Dies ist der vorläufige Höhepunkt der Umsetzung eines gewaltigen Regulierungsprojektes, das die Versicherungsbranche überall in Europa seit Jahren in Atem hält.

 

Wie sehr das Thema gerade deutsche Versicherer nach wie vor beschäftigt, zeigt eine aktuelle Studie im Auftrag von AXA Investment Managers. 71 Prozent der 56 dafür befragten Entscheidungsträger aus der Branche sehen Solvency II als große Herausforderung. Kein anderes aktuelles Problem kann in dieser Hinsicht mithalten. Dies allein mag so kurz vor dem Einführungstermin wenig überraschend sein. Unsere Studie erlaubt jedoch auch detaillierte Rückschlüsse darauf, welche Aspekte von Solvency II bereits weitgehend umgesetzt sind – und an welchen Stellen noch Handlungsbedarf besteht. Vor allem drei Punkte fallen in dieser Hinsicht ins Auge: die neuen Reporting-Pflichten unter Solvency II, die mögliche Auslagerung von größeren Teilen des Asset Managements an externe Manager und die unter dem neuen regulatorischen Regime nötigen Anpassungen der Asset Allocation.

 

 

Mehr als die Hälfte hat bereits gehandelt

 

So gaben 55 Prozent der Befragten an, sie hätten die strategische Ausrichtung ihres Portfolios bereits angepasst. Bei einer Vorgängerstudie im Jahr 2012 waren es lediglich 40 Prozent. Offenbar haben viele Verantwortliche in der Zwischenzeit erkannt, dass Solvency II die Dinge durch Solvenzkapitalanforderungen nicht nur komplizierter macht, sondern eben auch neue Chancen eröffnet. Das gilt etwa im Bereich Alternative Credit, also bei privaten, nicht börsengehandelten Schuldverschreibungen wie Kommerziellen Immobiliendarlehen (Commercial Real Estate Loans) oder Unternehmensdarlehen (Senior Secured Loans). Diese werden nun nicht mehr aufgrund ihrer Illiquidität abgestraft.

 

 

Zusatzrendite abseits der Handelsplätze

 

Der Eigenkapitalbedarf für eine illiquide Anlage und eine liquide Anlage mit dem gleichen Kreditrisiko ist unter Solvency II gleich, weil beide aufgrund ihrer Kreditqualität bewertet werden. Gleichzeitig können Investoren aber mit alternativen Kreditinstrumenten höhere Renditen erzielen als mit börsengehandelten Anleihen, weil sie für Darlehen eine Illiquiditätsprämie erhalten. Dies ist gerade für Versicherer, aber auch für Pensionskassen, eine interessante Ausgangslage. Schließlich ermöglichen die langen Anlagehorizonte dieser Investoren es, ohne entscheidende Nachteile auf illiquide Instrumente zu setzen.

 

 

Komplexitätszunahme trifft auf Niedrigzinsphase

 

Gleichwohl wird das Asset Management unter Solvency II komplexer – weil Versicherer neue Anlageklassen erschließen können, aber auch wegen der Notwendigkeit, das gesamte Portfolio im Hinblick auf das ab Januar 2016 gültige Solvenzkapitalregime zu optimieren. All das findet unter den Rahmenbedingungen eines seit Jahren andauernden Niedrigzinsumfeldes statt. Auf der Suche nach Rendite müssen Versicherer daher längst über den Tellerrand des deutschen Schuldscheinmarktes hinausblicken. Sie sollten zumindest den europäischen Kreditmarkt im Auge haben, im Idealfall auch den globalen. Das ist mit den oftmals kleinen Teams mittlerer Versicherer nicht immer leistbar. Eine Auslagerung des Portfolio Managements an internationale Asset Manager, die über deutlich mehr Ressourcen und globale Expertise verfügen, wird daher für viele Gesellschaften zunehmend attraktiv. Solvency II mit seinen hohen Reportinganforderungen liefert nun ein weiteres wesentliches Argument für das Outsourcing. Das haben offenbar auch die Teilnehmer unserer Studie erkannt: 72 Prozent aller Befragten hegen entsprechende Pläne.

 

 

Reporting-Expertise als eine Schlüsselkompetenz der Asset Manager

 

Mit diesen Plänen gehen hohe Ansprüche an die Asset Manager einher. Das betrifft insbesondere den Bereich Reporting und Offenlegung. Hier haben 83 Prozent der Befragten hohe oder sehr hohe Erwartungen. Offenbar sind sich die Verantwortlichen kurz vor der Einführung des neuen Regulierungsrahmens sehr wohl im Klaren darüber, welche Datenfülle und Detailtiefe hier vom Jahreswechsel an von ihnen verlangt wird. Damit wird Reporting-Expertise künftig für Asset Manager zur Schlüsselkompetenz, wenn sie im Geschäft mit Versicherungen konkurrenzfähig bleiben wollen. Besonders kritisch ist in diesem Zusammenhang die Fähigkeit von Asset Managern, die benötigten Daten fristgerecht zu liefern. Lediglich 42 Prozent der Befragten stimmen überwiegend oder voll und ganz der Aussage zu, dass ihr gegenwärtig wichtigster Asset Manager dazu in der Lage sei. In dieser Hinsicht zeigt unsere Studie sehr deutlich auf, an welcher Stelle sich die Spreu vom Weizen trennt. Asset Manager mit viel Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Versicherern – gerade auch in Ländern, die bereits länger mit Solvenzregimen arbeiten – genießen hier einen Vorteil, den auch ihre Kunden für sich nutzen können und sollten.

 

 

 

Der Autor ist Leiter Institutional Sales Deutschland der AXA Investment Managers. Von ihm beziehungsweise AXA IM erschienen bereits auf Leiter-bAV.de:

 

Attraktive Zusatzrenditen im Liquiditätsmanagement.“

 

 

Die Studie ist für institutionelle Investoren erhältlich unter: https://institutionelle.axa-im.de/studien

 

 

Advertorial mit freundlicher Unterstützung von:

 

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Weitere Informationen unter: www.axa-im.de

 

Kontakt:

Jörg Schomburg

Head of Institutional Sales

Tel.: +49 69 90025 3123

Email: Joerg.Schomburg@axa-im.com



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