Die Epizentren der europäischen bAV (II):

NL folgt auf UK

von Pascal Bazzazi, Berlin, 10. Dezember 2015

 

Der Niederländer Janwillem Bouma ist als Nachfolger der Britin Joanne Segars zum Vorsitzenden des europäischen Pensionsverbandes PensionsEurope gewählt worden.

 

 

 Janwillem Bouma. Chair Pensions Europe.

Janwillem Bouma.
Chair Pensions Europe.

Bouma ist Managing Director des Shell Pension Funds in den Niederlanden und im Vorstand des nationalen bAV-Verbandes Pensioenfederatie. Außerdem sitzt er in der Occupational Pensions Stakeholder Group (OPSG) der EIOPA. Die Amtszeit des Chefs der PensionsEurope beträgt ein Jahr.

 

Die Vollversammlung der PensionsEurope wählte am 5. November außerdem den Franzosen Pierre Bollon (AFG) und den Iren Jerry Moriarty (IAPF) zu Vize-Vorsitzenden.

 

Joanne Segars hatte das Amt drei Jahre inne. Im Zivilleben ist sie Vorsitzende der britischen Pensions and Lifetime Savings Association (dem britischen Pendant zur deutschen aba), die jüngst ihre althergebrachte Bezeichnung National Association of Pension Funds (NAPF) abgelegt hat. Segars verbleibt im Board der PensionsEurope.

 

Strategisch wie tektonisch dürfte sich durch die Neubesetzung ohnehin nicht viel ändern. Die britischen und die niederländischen Interessen (und im Kielwasser die deutschen) sind im Pensionswesen ohnehin weitgehend deckungsgleich. Mit der weiter britisch-niederländisch dominierten PensionsEurope und dem Briten Jonathan Hill als Finanzkommissar der Europäischen Kommission bleiben London und Brüssel bis auf weiteres die Epizentren des europäischen betrieblichen Pensionswesens.

 

Der neue wie die scheidende Vorsitzende gaben angesichts der Wahlen die in solchen Fällen üblichen Statements ab (Dank, Gratulation, Herausforderungen et cetera), die hier nicht dokumentiert werden müssen.

 

Zu vermelden wäre noch am Rande, dass auf der oben erwähnten Vollversammlung die Bulgarian Association of Supplementary Pension Security Companies (BASPSC) und die Lithuanian Investment and Pension Funds Association (LIPFA) in die PensionsEurope aufgenommen worden sind. Der europäische Verband bringt es damit nun auf 24 Mitgliedsverbände und nimmt für sich in Anspruch, das betriebliche Pensionswesen von 70 Millionen Europäern mit Plan Asset von rund 3,5 Billionen Euro zu repräsentieren.

 


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