EIOPA publishes its Annual Report 2014:

Der Behörde Rückblick

von Pascal Bazzazi, Köln am Rhein, 27. Juli 2015

 

Mitte Juli hat Leiter-bAV die Rubrik „EIOPA: Trommelfeuer aus Frankfurt“ zum vierten Mal erscheinen lassen müssen. 44 Einträge hatte der Beitrag seinerzeit. Diejenigen darunter, welche die bAV betreffen, werden nun in der Folge teilweise abgearbeitet. Heute: Der Jahresbericht 2014 der europäischen Aufsicht.

 

 

Wer einen Rückblick auf die Highlights des europäischen Aufsichtswesens für Assekuranz und bAV im Jahr 2014 sucht, wird in dem Jahresbericht fündig. Direkt im Vorwort kommt EIOPA-Chef Gabriel Bernardino auch auf das Pensionswesen zu sprechen. Drei fundamentale Ziele habe man hier verfolgt:

 

Gabriel Bernardino, Chairman EIOPA

Gabriel Bernardino, Chairman EIOPA

On the pensions side EIOPA continued to work on its contribution to the EU regulatory framework for occupational pensions, with a focus on three fundamental objectives: enhancing sustainability, strong governance and full transparency.“

 

Für die bAV heißt das zusammenfassend auf des vergangene Jahr zurückgeblickt:

 

EIOPA has also undertaken work to develop a systematic approach to the protection of pension scheme members and beneficiaries. In its report on issues leading to detriment of occupational pension scheme members and beneficiaries, EIOPA highlights the most pressing issues and outlines the potential scope of action for the Authority to counter them.“

 

Und etwas konkreter:

 

In the field of pensions, while the IORP II Directive is being considered by the legislative parties, EIOPA continued its dialogue with key pensions stakeholders. It published a consultation document on further work on the solvency of IORPs, developing the holistic balance sheet. It also published a report on practices during the decumulation phase of pensions, an area which attracts greater attention. In terms of increasing the available information on pensions related data, EIOPA published the first EU-wide register of IORPs as well as updating its existing pensions database. It also enhanced its annual assessment of the number and nature of cross-border IORPs in its market development report by providing additional information on the 75 active in 2014 such as assets held and home/host countries.“

 

Viel detaillierter wird der Report in Bezug auf die bAV nicht. Nach vorne blickt er gemäß seines Zweckes auch nicht.

 

 

21 Millionen im Vergleich

 

Interessant vielleicht noch ein Blick auf die Zahlen:

 

The EIOPA revenue was generated by contributions of the national supervisory authorities of the Member States and EFTA countries as well as a subsidy from the European Commission plus other income reaching a total of € 21 592 768.12.“

 

Insgesamt hat man – bei Personalausgaben von knapp 8,9 Millionen Euro für 134 Mitarbeiter – dabei wohl nicht ganz schlecht gewirtschaftet:

 

In 2014, with € 3 760 857.83 the result of the year was higher than in the previous year.“

 

Zum Vergleich die BaFin, die hier etwas breiter aufgestellt ist: Zum Jahresende 2014 hatte man in Bonn und Frankfurt 2.535 Mitarbeiter (davon rund 72 Prozent Beamte), das ist ein Zuwachs zum Vorjahr von 137 Mitarbeitern, also einmal rund die EIOPA-Größenordnung. Budget der Anstalt 2014 insgesamt 224,4 Millionen Euro, die Personalkosten beliefen sich dabei auf 152,4 Millionen Euro.

 

Vorausgesetzt, dass keine Personalkosten in anderen Bilanzpositionen versteckt sind, bedeutet das für die EIOPA Personalausgaben durchschnittlich pro Kopf und Jahr 66.199 Euro, für die BaFin 60.118. Das klingt vertretbar.

 

Der 38-seitige Annual Report 2014 der EIOPA findet sich in englischer Sprache hier.

 

Eine Zusammenfassung in deutscher Sprache liegt derzeit (noch) nicht vor.

 

Der im Vorspann erwähnte Beitrag „44 x EIOPA: Trommelfeuer aus Frankfurt“ findet sich hier.

 

 


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